Kampagne "Begleitung am Lebensende" startet mit Vernissage am 25. Februar
Veröffentlicht am 18.02.2026 von Claudia Pfister
Sichtbarkeit und Zugang zur hospizlich-palliativen Versorgung in Berlin soll durch Piktogramme erleichtert werden
Das Thema "Begleitung am Lebensende" über leicht verständliche Piktogramme im Stadtbild sichtbar und präsenter zu machen und so Zugänge für die Berlinerinnen und Berliner zu erleichtern, das ist das Ziel der aktuellen Sensibilisierungs-kampagne von Migrantas e. V.
Zusammen mit seinem Fachpartner, der Zentralen Anlaufstelle Hospiz, will der Verein Gedanken und Stimmen von Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte zu den Themen Sterben, Tod und Trauer sichtbar machen, will zeigen, was sie denken und fühlen. Und wie kann das besser gelingen, als durch allgemein-verständliche, einfach gehaltene Piktogramme im Stadtraum, die in jeder Sprache funktionieren?
Das Thema "Begleitung am Lebensende" wurde in mehreren Workshops 2025 mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Hospiz- und Palliativversorgung und Menschen mit Migrationsgeschichte vorbereitet. Menschen, die im privaten oder beruflichen Umfeld mit Themen wie "Demenz“, „Palliativpflege" und "Lebensende" in Berührung kommen. Entstanden sind dabei 60 persönliche Zeichnungen, Gedanken und Schlüsselwörter, die dann von professionellen Grafikern in eine Serie von 18 Piktogrammen auf sechs Rollups verwandelt wurden. Außerdem wurden Flyer in verschiedenen Sprachen und die Broschüre "In Würde bis zum Lebensende - Hospiz- und Palliativ-Versorgung für Menschen in Berlin" erstellt.
„Unsere Intention ist es, Menschen mit schlechten deutschen Sprachkenntnissen oder wenig Wissen um helfende Strukturen zu erreichen. Sie wissen ja oft nicht, welche Hilfsangebote es gibt, wenn ein Angehöriger schwer erkrankt ist und sterben wird, wie man einen Hospizplatz findet oder wo es Unterstützung in der Trauer gibt“, erklärt Jala El Jazairi von der Zentralen Anlaufstelle Hospiz.
Auf den offiziellen Kampagnenstart mit einer Vernissage in der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, die das Projekt unterstützt, folgt als "urbane Aktion" die Plakatierung im öffentliche Raum der Stadt und die Verteilung entsprechender Postkarten.
Das Projekt wurde von der LOTTO-Stiftung Berlin gefördert.
Was: Start der Sensibilisierungskampagne „Begleitung am Lebensende“
Wann: Mittwoch, 25. Februar 2026, 9-11 Uhr
Wo: Foyer der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege
Oranienstraße 106, 10969 Berlin (Kreuzberg). Die Ausstellung wird dort bis zum 26. März 2026 gezeigt
Wichtig: Es besteht am Einlass Ausweispflicht, für die Vernissage wird um rechtzeitiges Erscheinen gebeten.