Infos & Beratung rund um die Themen Sterben, Tod und Trauer

ZENTRALE ANLAUFSTELLE HOSPIZ

030 40711113 | Mo. bis Fr. 9 - 15 Uhr | post@hospiz-aktuell.de

Voraussetzung für eine medizinische Behandlung ist immer die Einwilligung der Patient:in.
Die Entscheidung, eine medizinische Behandlung abzubrechen oder die Durchführung einer lebensverlängernden Maßnahme abzulehnen, ist für die Ärzt:in bindend. Kann die Patient:in diese Entscheidungen nicht mehr selbst treffen, greift eine Patientenverfügung. Sie ist ein Dokument über Vorstellungen und Willensäußerungen, die dann eingesetzt werden darf, wenn ein Mensch sich dazu nicht mehr selber äußern kann.

Das sollten Sie wissen:

  • Eine Patientenverfügung sorgt dafür, dass nach dem Willen eines Menschen gehandelt wird, auch wenn er diesen nicht mehr verständlich äußern kann.

  • Eine Patientenverfügung regelt, ob ein Mensch in bestimmte, in Zukunft eventuell notwendige Untersuchungen, Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe einwilligt oder sie untersagt.

  • Eine Patientenverfügung kann unabhängig von Art und Stadium einer möglichen Erkrankung verfasst werden.

  • Niemand darf zum Abfassen einer Patientenverfügung verpflichtet werden. Auch Krankenhäuser oder Pflegeheime dürfen eine Patientenverfügung nicht zur Bedingung für den Abschluss eines Vertrages machen!

Verfassen einer Patientenverfügung

Vordrucke zum Ankreuzen erfassen in Bezug auf eine medizinische Behandlung nicht die ganze Bandbreite der persönlichen Anliegen und Wünsche. Sie geben daher nur begrenzt Auskunft über die Haltung und den Willen eines Menschen. Es ist darum ratsam, die Patientenverfügung in einem selbst formulierten Text zu verfassen. Dabei empfehlen wir diesen Aufbau (siehe PDF).

Formulierungshilfen und Textbausteine finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Justiz- und Verbraucherschutz.

Beratung zur Patientenverfügung gibt es in der Zentralen Anlaufstelle Hospiz oder bei spezialisierten Beratungsstellen, Hospizdiensten, Ärzt:innen und Notar:innen.