Fußball. Trauer. Tod: Eine Spurensuche am 4. Juli
Veröffentlicht am 08.06.2026 von Claudia Pfister
Die Trauerkultur im Fußball ist sichtbar, vielfältig und tief in der Fankultur verankert – aber warum darf hier ganz ungeniert getrauert werden? Eine Spurensuche am Sonnabend, 4. Juli 2026, im „Fargo“ in Friedrichshain
Wohl nirgends ist das Thema „Trauer“ öffentlich so sichtbar wie im Fußball – besonders, wenn es um die Trauer um verstorbene Spieler oder Fans geht.
Da gibt es Schweigeminuten im Stadion, Trauer-Choreografien, Spieler in Trauerflor oder Fußballer, die Verstorbenen Erinnerungstore widmen. Es gibt Gedenkturniere und natürlich Fans, die sich in Trikot und Schal ihres Lieblingsvereins bestatten lassen.
„Die Trauerkultur im Fußball ist außergewöhnlich sichtbar, vielfältig und tief in der Fankultur verankert. Sie verbindet kollektive Emotionen, Rituale und Erinnerungspraktiken zu einer Form des Gedenkens, die in kaum einem anderen gesellschaftlichen Bereich so ausgeprägt ist“, weiß Carmen Mayer, Projektinitiatorin von "Trauer und Fußball" und engagiert im Arbeitskreis Trauer der Zentralen Anlaufstelle Hospiz.
Doch warum darf im Fußball ganz ungeniert getrauert werden? Selten sagt hier jemand: „Jetzt ist es aber genug, das Leben geht weiter!“ Warum wird Trauer im Fußball anders toleriert, eher akzeptiert? Ist der Schrein für Maradona normal, ein Foto der toten Mutter an der Wand aber für Besucher irritierend? Über diese und weitere Fragen wollen Carmen Mayer und Lutz Martin, Berater in der ZAH, mit dem Publikum ins Gespräch kommen und versuchen, dem Phänomen „Trauer und Fußball“ ein klein wenig näher zu kommen.
Was: Fußball. Trauer. Tod. Eine Spurensuche
Wann: Sonnabend, 4. Juli 2026 | 18 - 20:00
Wo: Fargo, Grünberger Straße 77 | 10245 Berlin
Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich!
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