Kampagne "Begleitung am Lebensende für alle Kulturen": Sichtbarkeit und Zugang zur hospizlich-palliativen Versorgung in Berlin soll durch Piktogramme erleichtert werden
Am 25. Februar wurde im Foyer der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege die Ausstellung "Begleitung am Lebensende" eröffnet.
Senatorin Dr. Ina Czyborra gab damit auch den Startschuss für die gleichnamige Sensibilisierungskampagne in der Stadt: Der Verein Migrantas e. V. will dabei zusammen mit seinem Fachpartner, der Zentralen Anlaufstelle Hospiz, Gedanken und Stimmen von Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte zu den Themen Sterben, Tod und Trauer sichtbar machen. Über allgemeinverständliche, einfach gehaltene Piktogramme, die in jeder Sprache funktionieren, sollen diese Themen und Unterstützungsmöglichkeiten aufgegriffen und so Zugänge erleichtert werden.
„Wir wollen damit Menschen mit schlechten deutschen Sprachkenntnissen oder wenig Wissen um helfende Strukturen zu erreichen. Sie wissen ja oft nicht, welche Hilfsangebote es gibt, wenn ein Angehöriger schwer erkrankt ist und sterben wird, wie man einen Hospizplatz findet oder wo es Unterstützung in der Trauer gibt“, erklärt Jala El Jazairi von der Zentralen Anlaufstelle Hospiz.
Das Projekt wurde von der LOTTO-Stiftung Berlin gefördert.
Das Thema "Begleitung am Lebensende" wurde in mehreren Workshops 2025 mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Hospiz- und Palliativversorgung und Menschen mit Migrationsgeschichte vorbereitet. Menschen, die im privaten oder beruflichen Umfeld mit Themen wie "Demenz“, „Palliativpflege" und "Lebensende" in Berührung kommen. Entstanden sind 60 persönliche Zeichnungen, Gedanken und Schlüsselwörter, die dann von professionellen Grafikern in eine Serie von 18 Piktogrammen auf sechs Rollups verwandelt wurden. Außerdem wurde die Broschüre "In Würde bis zum Lebensende - Hospiz- und Palliativ-Versorgung für Menschen in Berlin" erstellt.