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Pilotschulung zur Begleitung wohnungsloser Menschen am Lebensende

In Berlin sind ca. 50.000 Menschen ordnungsbehördlich untergebracht, 6.000 bis 10.000 Menschen leben auf der Straße oder in Notunterkünften. Ihre gesundheitliche Situation ist oft erschreckend. Sie haben kaum oder nur schwer Zugang zu medizinischer oder pflegerischer Hilfe, eine Versorgung durch die allgemeine oder spezialisierte ambulante Palliativversorgung und durch ambulante und stationäre Hospize findet nur punktuell statt.

Vor diesem Hintergrund haben die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe und der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband bereits 2017 eine Handreichung „Hospiz und Wohnungslosigkeit“ https://www.dhpv.de/themen_wohnungslosigkeit.html zur Kooperation zwischen Diensten und Einrichtungen der Hospiz- und Palliativarbeit sowie Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe herausgegeben. Darin werden gemeinsame Fortbildungen für Mitarbeiter:innen der Wohnungslosenhilfe und der Hospiz- und Palliativversorgung empfohlen. Davon ausgehend hatte die für Hospiz zuständige Berliner Senatsverwaltung 2020 eine Schulungskonzept zur Begleitung wohnungsloser Menschen am Lebensende, die vornehmlich in Einrichtungen des Übergangswohnens (ASOG-Einrichtungen) leben, sowie 2021 die Schulung der Referentinnen beauftragt. Diese Pilotschulung fand am 14. und am 18. Märt 2022 bei der Berliner Stadtmission und im Lazarus Hospiz statt. Finanziell unterstützt wurde sie vom Land Berlin.

In dem Kurs, an dem je sechs Mitarbeitende aus der Wohnungslosenhilfe und der Hospiz- und Palliativversorgung teilgenommen haben, wurde fachliches Wissen zur psychosozialen Begleitung schwerstkranker und sterbender wohnungsloser Menschen vermittelt. Außerdem ging es darum, Kooperationen anzubahnen. Auf die theoretische Schulung folgen nun Hospitationen im Umfang von acht Stunden. Je nach Bedarf ist geplant, das Pilotprojekte als eine regelmäßige Schulung fortzuführen. Zielgruppe sind Mitarbeitende und Ehrenamtliche der Wohnungslosenhilfe, der ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienste und der stationären Hospize sowie Mitarbeitende der SAPV-Pflegedienste.

Das Schulungskonzept kann bundesweit genutzt und angefordert werden bei Dr. Christina Fuhrmann von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung:

Seminarteilnehmer*innen
Fotos: M. Albrecht
Seminarteilnehmer*innen